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Der Investor

Story10
Nachdem ich hier schon einige sonderbare Maklergeschichten lesen durfte, habe ich mich auch dazu entschlossen meine Geschichte hier zu teilen. Dieser Erfahrungsbericht meinerseits soll aufzeigen, mit welchen skrupellosen Methoden hier gearbeitet wird, um mit möglichst wenig Arbeit an die gewünschte Provision zu kommen.

Ich kam recht früh in die Lage mich Eigentümer eines Zinshauses nennen zu dürfen, da ich dieses nach dem Tod meiner Eltern geerbt hatte. Das Haus welches sich im 10. Bezirk in Wien befand, war jedoch in einem eher desolaten Zustand, weil dieses nicht ordentlich instandgehalten wurde. Die Mietverträge waren auch sehr alt, welche die niedrigen Mieteinnahmen erklärten. Das Gebäude benötigte eine Kernsanierung, die ich mir klarerweise nicht leisten konnte. Ich wollte mich auch ehrlich gesagt nicht weiter damit befassen, da der Verlust meiner Eltern mich viel Kraft gekostet hatte.

Ich entschied mich nach reichlicher Überlegung, das Objekt zu veräußern und beauftrage einen guten Bekannten (Immobilienmakler) mit der Vermarktung der Liegenschaft. Das Haus wurde damals durch eine Projektgesellschaft erworben, welche mein Vater damals gegründet hatte. 

Unser Makler stellte den Kontakt zu einem potentiellen Investor her, welcher augenscheinlich Feuer und Flamme für das Projekt war. Ihm fehlte lediglich die nötige Finanzierung, doch darum wollte er sich so schnell wie nur möglich kümmern. Es vergingen Wochen bis wir leider feststellen mussten, dass er uns nur zappeln ließ und von dem anfangs seriösem Erscheinungsbild, nicht mehr viel übrig war. 

Exakt einen Monat später, bekam ich ein Immobilienangebot von einer unbekannten Maklerfirma, welche mir meine eigene Immobilie zum Kauf anbot. Meine Maklerfirma hatte eine Exklusivität und niemand anderen hatte ich beauftragt. Daher interessierte ich mich natürlich brennend dafür, wie diese besagte Firma an die Eckdaten (samt detaillierter Zinsliste) meiner Liegenschaft gekommen war, und mich beschlich ein leiser Verdacht. Im Firmenbuch der besagten Maklerfirma konnte ich einsehen, dass der unseriöse Interessent zu 50% an der Maklerfirma beteiligt war. Eine niederträchtige und geschäftsschädigende Taktik als Investor aufzutreten, Informationen zu sammeln, um diese dann selbst zur Vermarktung zu nutzen. Er hat doch wohl nicht ernsthaft geglaubt, dass ich nach alldem noch ein Geschäft mit ihm abschließen würde? 

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