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Das "Bieterverfahren"

Story11
Als langjähriger Gastronom, war es für mich an der Zeit zu expandieren und neue Standorte für meine Geschäftszwecke zu suchen. Ich verbrachte einige Stunden auf diversen Anbieterseiten, um eine geeignete Immobilie zu finden. Ich wurde schon bald auf Willhaben fündig, es wurde ein Immobilienpaket angeboten welches meinen Wunschvorstellungen entsprach. Das Paket umfasste drei Gewerbeimmobilien welche dringend eine Sanierung benötigten. Der Zustand war dementsprechend desolat doch das störte mich nicht weiter, der Preis stimmte für mich und war auf knapp 400.000 Euro angesetzt.

Ich kontaktierte den Makler und bekundete ihm mein Interesse. Da ich natürlich interessiert war, war ich natürlich auch bereit den Vollpreis zu bezahlen. Der Makler wies mich darauf hin, dass ein Schätzwertgutachten zu den Liegenschaften vorlag. Dieses Gutachten fiel deutlich geringer aus als der angegebene Kaufpreis. Ich wunderte mich schon über die Ehrlichkeit des Maklers und fragte mich schon warum er mir dies mitteilte. Ich passte natürlich mein Angebot dementsprechend an und es belief sich später auf 365.000 Euro (was noch immer deutlich höher war als der angegebene Preis des Schätzwertgutachtens). Ich wollte dieses Immobilienpaket auf alle Fälle erwerben und dies wusste der Makler natürlich. 

Doch die Frist meines verbindlichen Angebots verstrich. Einen Tag vor Ablauf der Frist, rief mich der Makler an und fragte ob ich meine Frist nicht verlängern könnte. Ich bejahte und verlängerte um eine Woche. Nach Ablauf der Verlängerung, wieder dasselbe Spiel. Er rief mich noch einmal an und bat mich um eine nochmalige Verlängerung bis Ende des Monats. Er erklärte mir, dass der Eigentümer der Immobilien, ein Verein sei und sich deshalb die Entscheidung des Verkaufs hinauszögert, weil die Zustimmung aller Vereinsmitglieder notwendig sei, um zu einem erfolgreichen Geschäftsabschluss kommen zu können. Ich war schon etwas irritiert, da mir das schon etwas suspekt vorkam, doch ich hielt mich mit etwaigen Bemerkungen zurück und verlängerte die Frist, wie gewünscht, bis Monatsende. 

Wie sich später herausstellte, hätte ich meinem Bauchgefühl definitiv mehr Vertrauen schenken sollen. Der Makler meldete sich nach Monatsende gar nicht mehr und nach etlichen Anrufen erreichte ich Ihn schließlich doch und er teilte mir mit, dass die Immobilie um einen höheren Preis verkauft wurde. Darüber wurde ich nicht informiert, aber ich gehe davon aus, dass er dem anderen Interessenten mein Angebot weitergeleitet hat, damit dieser sein Angebot dementsprechend anpassen kann. Ich habe selten so ein hohes Maß an Indiskretion und mangelnder Professionalität erlebt. 
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